Leider ist die Piste von Ksar Ghilane nach Chenini zu grob für unsere Bikes und wir müssen die Pipelinestraße wieder zurück nach Norden. In Matmata werden wir uns einquartieren und eine größere Tagestour unternehmen durch das Dahar Gebirge.
Unspektakulär und bei strahlendem Sonnenschein beginnt in der Hängematte der Tag. Wir fahren weiter der Küste entlang. Und immernoch ziehen mit uns die menschenleeren Sandstrände... Die Ortschaften wirken etwas öde und verlassen in dieser Jahreszeit und es scheint, als wenn sie gierig auf die Ferienzeit warten. Wir schauen uns ein paar Bergdörfer unterwegs an und wedeln durch unzählige Tornanti hinauf in die erstaunlicherweise noch mit Schnee bedeckten Berge. Die Ausblicke sind traumhaft hier oben. Leider zieht sich der Himmel zu und somit ist die Sichtweite begrenzt. Der riesige Zeltplatz in Villapiana ist wie leergefegt. Wir verbringen den Abend ganz gemütlich am leeren Sandstrand bei Lagerfeuer und lassen uns das Abendessen schmecken. Der Himmel ist sternenklar und somit wird am Strand geschlafen - klaro!
So, es ist also soweit, zwei wunderbare Wochen voller Erlebnisse gehen zu Ende. Ich schwing mich in den Sattel und peile den Norden Italiens an. Über ein paar richtig schöne, verwinkelte Bergsträßchen gehts nun in die Appenninen. Die Straße über den Passo del Cerreto ist eine gute Alternative um die Ligurische Küste in Richtung Norden zu verlassen. Viele Bikes sind unterwegs, das Wetter ist perfekt. Die Strecke ist ein guter Abschied von einer tollen Reise. Es war wieder schön in Afrika. Unsere Erfahrungen werden in guter Erinnerung bleiben. Die Moppeds haben alles ordentlich weggesteckt, wenn auch hier und da mal ein wenig der Schuh gedrückt hat. Für mich geht es nun noch eine Woche ins Trentino. Mal sehen was mich hier noch alles erwartet... Ein paar Eindrücke zum verwendeten "Material" habe ich auf diesen Seiten zusammengetragen. Kurzum kann ich sagen: die kleine Tenere ist ein Bike wie geschaffen für einen solchen Trip.
Bei strahlend blauem Himmel erwachen wir auf unserem kleinen Campingplatz in Makarska und nehmen wieder die Kurven der Küstenstraße unter die Räder. Leider sind einige Baustellen im Gange. Aber die Aussichten auf das Meer entschädigen das. Wir kommen nicht weit. Am Ortseingang von Split weist uns ein Biker mit Kutte während der Fahrt an, wenn wir bock haben hinter ihm her zu fahren. Ein paar Meter später stehen wir auf dem Partygelände des " Moto Klub Fjaka Croatia ". Da schau an. Es gibt erstmal ein Begrüßungsbier. Das kann ja heiter werden... Bleiben wir hier? Wir wollten doch hoch, Richtung Zadar. Ach, drauf gesch... wir schaffen das schon noch bis Rab morgen ;-) Zelt aufgebaut und ab in die Stadt. Ach du scheisse, hier sind sie also, die tausenden und abertausenden Touristen. Kreuzfahrtschiffe und Busse haben sie rangekarrt. Ein unvorstellbarer Lärm in einem der unzähligen Cafes in dem wir sitzen. Bloß schnell weg hier...
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